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Quelle: Uelzena

In volatilem Milchmarktumfeld behauptet

 

Die Uelzena-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2025 in einem stark angespannten Milchmarktumfeld behauptet. „Die Rahmenbedingungen im Milchmarkt sind derzeit herausfordernd wie selten zu vor, und sie werden es absehbar auch bleiben. Umso wichtiger ist es, Stabilität zu sichern und unsere Genossenschaft konsequent weiterzuentwickeln“, so Vorstandsvorsitzender Jörn Dwehus (Foto: Uelzena).

Rekord-Rohstoffmenge

Mit 844 Mio. kg angelieferten Milchrohstoffen, davon 757 Mio. kg Rohmilch, erreichte die Uelzena-Gruppe 2025 den höchsten Wert ihrer Unternehmensgeschichte. Die Rohstoffbasis entwickelte sich damit deutlich positiv. Der durchschnittliche Milchpreis von 48,67 Cent pro Kilogramm Rohmilch lag, trotz des schwierigen Marktverlaufes im zweiten Halbjahr 2025, über dem Vorjahresniveau mit 47,34 Cent pro Kilogramm.

Kennzahlen und Investitionen

Die wirtschaftliche Stabilität spiegelt sich in den Unternehmenskennzahlen wider: Die Uelzena-Gruppe erzielte Umsatzerlöse von rund 1,077 Mrd. Euro und erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von rund 9,46 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei über 40 Prozent.

Das Unternehmen investierte in strategische Zukunftsfelder. Dazu zählen die Digitalisierung von Produktion und Logistik sowie der Ausbau der Beteiligung an der BHI Biohealth International GmbH. Darüber hinaus wurden mit der Erstellung eines Corporate Carbon Footprint und der Validierung von Klimazielen nach SBTi-Standard Grundlagen für ein strukturiertes und langfristig wirksames Klimamanagement geschaffen.

Im Produktbereich standen insbesondere der Aufbau transparenter Lieferketten sowie die Vorbereitung auf steigende regulatorische Anforderungen im Fokus. Prozesse zur Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten wurden weiterentwickelt und mit entsprechenden Daten- und Rückverfolgbarkeitsstrukturen hinterlegt. Zudem wurden Verpackungslösungen systematisch auf regulatorische Konformität geprüft und erste Maßnahmen zur Substitution kritischer Verpackungsmaterialien angestoßen.

Die Produktion stand 2025 im Zeichen von Energieeffizienz, Ressourcenschonung und technischer Optimierung. Bestehende Anlagen wurden optimiert, unter anderem in den Bereichen Lüftungs-, Klima- und Heiztechnik am Standort Uelzen. Ergänzend wurden Infrastrukturmaßnahmen an verschiedenen Standorten umgesetzt, etwa im Bereich Kondensatmanagement, Klimatisierung und Lufttrocknung. Diese Maßnahmen erschließen zusätzliche Energie- und CO₂-Einsparpotenziale. Digitale Systeme wurden weiter ausgebaut, um Transparenz über Energie-, Wasser- und Abwasserdaten zu erhöhen und eine effizientere Steuerung der Prozesse zu er möglichen.

Auch im Personalbereich setzte die Uelzena-Gruppe auf Kontinuität und Entwicklung. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und Qualifizierung wurden ausgebaut, darunter Ausbildungsmarketing, Schulkooperationen und interne Entwicklungsprogramme. Die Fluktuation blieb mit 2,6 Prozent niedrig, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag bei 10,8 Jahren.

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