Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juli zwar leicht aufgehellt, bleibt insgesamt jedoch auf niedrigem Niveau. Belastend wirken weiterhin internationale Krisen, insbesondere der Konflikt mit dem Iran, sowie die dadurch gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise. Gleichzeitig gibt es erste Anzeichen von Zuversicht. Viele Verbraucher schätzen sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch ihre künftigen Einkommen etwas positiver ein als zuvor. Trotzdem ist die Anschaffungsneigung nach wie vor gering.
Mit Blick auf den Lebensmittelbereich bleibt damit auch die Kaufbereitschaft der Haushalte insgesamt vorsichtig. Viele Verbraucher achten stärker auf Preise, vergleichen Angebote bewusster und greifen eher zu günstigeren Produkten oder Sonderaktionen. Für den Lebensmittel-Einzelhandel heißt das, dass Impulskäufe und der Absatz höherpreisiger Sortimente unter Druck bleiben könnten, während preisorientierte Angebote und Eigenmarken an Bedeutung gewinnen. Eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Konsumlaune dürfte laut HDE erst dann wahrscheinlicher werden, wenn sich die geopolitische Lage – insbesondere im Hinblick auf den Iran-Konflikt – deutlich entspannt.