Dienstag, 10. März 2026 in Köln | Ort: AMERON Köln Hotel Regent, Melatengürtel 15, 50933 Köln
Die Milchindustrie zählt zu den bedeutendsten Bereichen der Lebensmittelverarbeitung und ist durch einen hohen Automatisierungsgrad sowie einen beträchtlichen Energieeinsatz gekennzeichnet. Der Stand der Technik umfasst heute weitgehend automatisierte Prozessketten, die von der Rohmilchanlieferung über die Verarbeitung bis hin zur Abfüllung und Distribution reichen.
Energieeinsatz
Die Milchverarbeitung ist energieintensiv, insbesondere durch Kühlprozesse, Wärmebehandlung (Pasteurisierung, Sterilisation, Trocknung) und Reinigung. Der Energiebedarf wird überwiegend durch Strom und thermische Energie gedeckt. Aktuelle technische Konzepte zielen auf eine Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs ab, etwa durch Wärmerückgewinnung aus Prozessabwärme, den Einsatz energieeffizienter Motoren und Pumpen sowie optimierte Kälteanlagen. Zunehmend werden auch erneuerbare Energien wie Biogas aus Molkereireststoffen, Photovoltaik oder der Bezug von Grünstrom integriert.
Aktuelle Entwicklungen und Trends
Ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt ist die Erreichung der Klimaziele. Dazu zählen die Reduktion von Treibhausgasemissionen, ein effizienterer Wasser- und Energieeinsatz sowie die Minimierung von Lebensmittelverlusten. Dabei spielt Digitalisierung und KI eine immer größere Rolle: Industrie-4.0-Konzepte, datenbasierte Prozessoptimierung, Predictive Maintenance und KI-gestützte Qualitätskontrollen gewinnen an Bedeutung.
Mit dem Seminar „Umweltschutz und Stand der Technik“ wird ein fundierter Überblick zu aktuellen Fragestellungen und Trends im technischen Umweltschutz vermittelt.
Zielgruppe
Insbesondere Geschäftsführung, Technische Leitung sowie Umwelt- und Energiemanagement.