Länderbericht
Quelle: BauernZeitung

Referenzmengenermittlung in der Schweiz

Letzte Woche informierte der Verein Mittelland Milch seine Mitglieder, wie die von der BOM beschlossene Drosselung der Milchmenge ab Februar umgesetzt wird. Grundsätzlich gilt die Menge Februar 2025 mal 105% als Referenz für Februar 2026. Wenn mehr abgeliefert wird, beträgt der Grundpreis noch 15 Rappen.

«Wenn wir die Abzüge berücksichtigen, liegt der Preis aber unter 10 Rappen», sagt Geschäftsführer Marco Genoni. Milchmengen über der Referenzmenge sollten deshalb gar nicht geliefert werden, schreibt Mittelland Milch. Die Vereinigung von 1.700 Milcherzeugern liefert aktuell 365 Mio. kg Milch an Emmi.

Der Mittelland-Vorstand hat in Koordination mit Emmi beschlossen, möglichst auf die betriebsindividuelle Situation einzugehen. Deshalb wurden neben der Basisvariante zwei weitere Berechnungen vorgenommen, um die einzelbetriebliche Referenzmenge zu ermitteln:

Wenn die Februarmenge 2025 mal 105% geringer ist als die Februarmenge 2024, so gilt die Februarmenge 2024. Und wenn die Tagesmenge November/Dezember 2025 höher ist als die Tagesmenge Februar 2025, so gilt die Tagesmenge November/Dezember mal 90% als Referenz. Mit diesen Varianten könnten bei Betrieben mit Problemen, beispielsweise wegen Blauzungenkrankheit im letzten Jahr, die Menge 2024 beigezogen werden. Bei Betrieben, welche investiert haben, kann die Menge November/Dezember 2025 berücksichtigt werden.

 

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