Länderbericht
Quelle: Schweizer Bauer

Produktion soll gedrosselt werden

Die Schweizer Branchenorganisation Milch (BOM) prüft mit einer Arbeitsgruppe Maßnahmen, um die Produktion zu senken. Im vergangenen Herbst und Winter lagen die Anlieferungen um bis zu 10 Prozent höher als im Vorjahr. Erstmals seit Jahren wurde wieder C-Milch gehandelt.

Auch in den ersten vier Monaten 2026 wurden insgesamt 5 Prozent mehr Milch produziert, was die Verarbeitungskapazitäten an die Belastungsgrenze brachte. Der Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP) rechnet für Mai und Juni mit 3% höheren Anlieferungen.

Aufgrund des hohen Gehalts an Fett und Eiweiß sind die Butterlager mit derzeit über 7.000 Tonnen sehr hoch. „Diese hohen Lager bestehen trotz Entlastungsexporten im Umfang von bisher über 5000 t Butteräquivalenten in Form von Butter und Rahm“, so die BOM. Von Herbst 2025 bis Ende September 2026 werden 2.000 Tonnen Rahm und 4.855 Tonnen Butter ausgeführt. Dazu werden Stützungsgelder aus dem Fonds Regulierung eingesetzt – insgesamt 24 Millionen Franken.

Die neue BOM-Kommission Marktanalyse Milchbranche und Maßnahmen, die am 2. Juli ihre Tätigkeit aufnahm, soll eine kurz- und langfristige Beurteilung der Marktsituation vornehmen. Um die Angebotsüberhänge zu meistern, sollen die Verarbeitungskapazitäten besser genutzt werden. Weiter will sich die Milchbranche gegen den Importdruck stemmen.

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