Markt
Quelle: VMB

Aktueller VMB-Marktkommentar

In der zweiten Junihälfte setzte der rückläufige Trend – auf den man schon länger gewartet hatte – in der bundesweiten Milchanlieferung ein. Beeinflusst von der Hitzewelle kam es in der letzten Juniwoche nun zu einem spürbaren Einbruch. Zur Vorwoche wurde um gut 3,5 % weniger Milch in Deutschland erfasst und der Vorsprung gegenüber der Vorjahreslinie halbierte sich auf 3,6 %. Der starke Mengenrückgang in den Molkereien, aber auch die deutlich schwächeren Milchinhaltsstoffe sorgten am Rohstoffmarkt für eine spürbare Belebung. Im Frischesektor profitierte der Absatz von den hohen Tagestemperaturen. In diesem Marktumfeld stiegen die Kurse für Magermilch/-konzentrat und Rohmilch spürbar an. Die Spotkurse für Rahm folgten auch diesem festen Trend, konnten jedoch nicht im gleichen Umfang zulegen. Der Handel mit Milchpulver setzte überwiegend den zuletzt ruhigeren Absatz fort. Die Preise für Magermilchpulver und Vollmilchpulver zeigten eine festere Tendenz. Für Molkenpulver konnten sich die Preise nach einer schwächeren Entwicklung auf hohem Niveau stabilisieren.

Butter: für die Jahreszeit üblicher Absatz
Der Handel mit Päckchenbutter bewegte sich über den Monatswechsel hinweg in einem meist saisontypisch normalen bis geringeren Umfang. Die Verbraucherpreise entwickelten sich zu Beginn dieses Monats auf bisherigem Niveau stabil. Auf Großhandelsebene notierten die Abgabepreise unverändert bis leicht fester. Die Nachfrage nach Blockbutter hatte sich überwiegend in dem ruhigen Umfeld vom Juni fortgesetzt. Vereinzelt wurde von einer leichten Belebung berichtet. Die Notierungen an der Börse in Kempten stabilisierten sich nach einer zuletzt schwächeren Entwicklung.

Käse: Bedarf bleibt hoch
Am Schnittkäsemarkt zeigte sich ein anhaltend reges Absatzpotenzial. Sowohl national als auch im Export war der Bedarf an Schnittkäse hoch. Der zwischenzeitliche Konkurrenzdruck an den Exportmärkten hat dem Vernehmen nach wieder abgenommen. Trotz einer hohen Rohstoffverfügbarkeit im ersten Halbjahr werden die Lagerbestände als niedrig bei einer jungen Altersstruktur beurteilt. Durch den starken hitzebedingten Einbruch des Milchaufkommens dürfte erstmals auch in der Käseherstellung die Produktion an Dynamik verlieren und die Verfügbarkeit abnehmen. Die Leitnotierung in Hannover veröffentlichte überraschend schwächere Kurse für Block- und Brotware.

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