Im Foto die Betreuer (von links) Susanne Reisnecker (Referendarin LVFZ), Linda Sartorius (Technikumsleiterin LVFZ), Jürgen Niederstrasser (HSWT), Bärbel Walther (LVFZ), Martin Stigloher (Molkerei Zott), Julia Herfert (Lehrkraft für besondere Aufgaben, HSWT) Foto: Lea Bidinger (Studierende Fachschule)
Zum dritten Mal veranstalteten die Fachschule für Milchanalytik Triesdorf und der Studiengang Lebensmittelmanagement der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) einen gemeinsamen Technologie-Tag Milch. Schauplatz war das Technikum des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums für Milchanalytik (LVFZ) Triesdorf, das zur Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gehört. Der Praxistag ist in das Modul Handwerkliche Herstellung von Lebensmittel aus Milch und Fleisch im Studiengang Lebensmittelmanagement der HSWT eingebettet.
Studierende der HSWT und der Fachschule arbeiteten in gemischten Teams. Der interdisziplinäre Austausch fördert das Verständnis für unterschiedliche Perspektiven – von der wissenschaftlichen Analyse bis zur praktischen Umsetzung. Auch das Betreuungsteam (Bild) setzte sich aus Lehrpersonal von LVFZ und HSWT und Lehrbeauftragten wie Martin Stigloher (Produktentwickler bei der Molkerei Zott) zusammen.
Die praktischen Aufgaben reichten von der Herstellung von Frischkäse und Pudding bis hin zur Trocknung von Gewürzkräutern. Begleitend führten die Teilnehmenden Analysen der Ausgangsprodukte, der Veränderungen während der Verarbeitung sowie der fertigen Endprodukte durch. Zum Einsatz kamen unter anderem pH- und Temperaturmessungen, aw- und Trockensubstanzbestimmungen, Colorimetrie, Viskosimetrie und Bestimmung von Größenverteilungen und Schüttgewichten nach ISO-Norm.
Der Technologietag zeigte eindrucksvoll, wie praxisnahe Ausbildung und wissenschaftliche Methoden ineinandergreifen – und wie wertvoll der Austausch zwischen Fachschule und Hochschule für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte der Milchwirtschaft ist.