Cottage cheese in white bowl with spoon
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Innovation
Quelle: FoodBev Media

Cottage Cheese für alle

FoodBev Media widmet sich dem Aufstieg von Cottage Cheese und den daraus entstehenden Chancen für Molkereien:

Hüttenkäse erlebt der dank Social‑Media‑Trends – insbesondere bei „TikTok“ – und dem wachsenden Fokus vieler Verbraucher auf proteinreiche, fett- und zuckerarme Ernährung eine Renaissance. Prognosen zufolge könnte der weltweite Konsum bis Anfang der 2030er Jahre auf rund 1,75 Milliarden Kilogramm steigen.

Der Einstieg in die Cottage‑Cheese‑Produktion ist für viele Molkereien überraschend niedrigschwellig. Da es sich um ein Frischprodukt handelt, das keine Reifung benötigt, können bestehende Anlagen – wie Milch- und Rahmaufbereitung, Fermentationstanks, Kühlketten und Abfülllinien – meist ohne große Investitionen genutzt oder leicht angepasst werden. Molkereien, die bereits Joghurt, Kefir oder Frischkäse herstellen, verfügen oft über nahezu alle notwendigen Komponenten. Zudem lässt sich die Produktion flexibel in bestehende Abläufe integrieren: Cottage Cheese kann beispielsweise nur für einen Teil des Tages produziert werden, bevor die Linie nach Reinigung wieder auf andere Produkte umgestellt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung der Gesamtbetriebskosten (TCO). Neben Investitionskosten sollten Energie- und Wasserverbrauch, Produktverluste, Reinigungszyklen, Stillstandszeiten und Lebensdauer der Anlagen berücksichtigt werden. Moderne Separationstechnologien und effiziente Prozesslösungen können hier deutliche Einsparungen erzielen.

Besonders großes Potenzial eröffnet sich bei Innovationen. Parallelen zur Entwicklung von griechischem Joghurt und Skyr, die sich von Nischenprodukten zu Premiumkategorien entwickelten, sind durchaus gegeben. Auch prozesstechnische Innovationen – etwa optimierte Handhabung von Starterkulturen – ermöglichen Differenzierung und höhere Wertschöpfung.

Zudem bietet Cottage Cheese attraktive Nebenstrompotenziale: Da nur etwa ein Viertel des Milchfetts im Endprodukt landet, können die verbleibenden Mengen für Butter, Desserts usw. genutzt werden.

 

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