Brauchen wir wirklich tierfreien Käse, wer wäre eigentlich die Zielgruppe und wie sollte man diesen Käse, bzw. die dahinterstehende Technologie, kommunizieren?
Die Ergebnisse einer Verbraucherstudie zeigen, es gibt eine Gruppe von Konsumierenden mit Interesse an tierfreien Käse aus Präzisionsfermentation.
Die Vermarktung birgt aber Herausforderungen. Der Begriff Präzisionsfermentation ist den meisten Konsumierenden nicht geläufig und viele können damit im ersten Moment nichts anfangen und/oder sind neuen Technologien in der Lebensmittelproduktion gegenüber eher skeptisch.
Käse aus Präzisionsfermentation wird nach einer kurzen Erklärung zur Technologie als eher künstlich wahrgenommen – und auch als eher appetitlich und gesund.
Dabei zeigen sich kaum Unterschiede danach, welche bzw. wie detaillierte Informationen die Befragten erhalten haben – lediglich der Hinweis auf den Einsatz gentechnisch veränderter Mikroorganismen reduziert etwas die Bereitschaft, einen solchen Käse zu probieren.
In der Kommunikation gibt es weitere Aspekte, die berücksichtigt werden sollten. So sehen viele Befragte einen großen Nachteil dieser Form der Käseproduktion darin, dass Milchviehhalter ihre Tätigkeit aufgeben müssen bzw. ihre Einkommensquelle verlieren.
Sollte es dazu kommen, dass Käse aus Präzisionsfermentation in Deutschland zugelassen wird, hängt die Akzeptanz auch von einer sensiblen und bewussten Kommunikation ab.