Auch wenn derzeit noch ungewiss ist, wie lange der militärische Konflikt im Nahen Osten noch anhält und welche mittel- und langfristigen Folgen er haben wird, zeichnen sich erste Auswirkungen für die deutsche Landwirtschaft bereits ab, so die Rentenbank. Die als Folge des Krieges und der Sperrung der Wasserstraße von Hormus stark gestiegenen Preise für Energierohstoffe haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel, wie z.B. Diesel oder auch Düngemittel, da diese sehr energieintensiv produziert werden. Große Mengen des global gehandelten Stickstoffdüngers passieren darüber hinaus üblicherweise die Straße von Hormus. Infolge der steigenden Erdölpreise sind auch die Rapspreise nach oben geschnellt, da Raps eine Ölsaat ist, die u.a. für die Herstellung von Biokraftstoffen genutzt wird.
Stark betroffen ist auch die deutsche Ernährungswirtschaft, da die Prozesse der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung, wie Backen, Erhitzen, Trocknung, Verpackung, Kühlung und Transport sehr energieintensiv sind. Für Verbraucher dürften daher auch die Lebensmittelpreise, die zuletzt relativ stabil waren, nun erst einmal wieder steigen.
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