Das Team Klimaplattform Milch trifft sich am Rande des Berliner Milchforums Molkereien, Initiatoren, IT-Dienstleister_©LVN.jpg
Anfang März ist die neue Version der Klimaplattform Milch erfolgreich gestartet. In enger Abstimmung mit den beteiligten Molkereien steht Milcherzeugerinnen und Milcherzeugern sowie Verarbeitern ein deutlich erweitertes Instrument zur Verfügung, um Klimadaten noch gezielter auszuwerten und für die Praxis nutzbar zu machen.
Im Mittelpunkt des Updates steht vor allem eine vertiefte Ergebnisdarstellung. Betriebe erhalten nun eine ausführlichere Auswertung ihrer Klimabilanz sowie ein erweitertes Benchmarking. Gleichzeitig wurde die Nutzerfreundlichkeit weiter erhöht: Umfangreichere Plausibilitätsprüfungen unterstützen bei der Dateneingabe, während eine neue Memory-Funktion die Übernahme bereits erfasster Daten ermöglicht und den Aufwand reduziert. „Die neue Version der Klimaplattform Milch bietet den Betrieben einen spürbaren Mehrwert: Ergebnisse lassen sich besser einordnen, Entwicklungspotenziale gezielter erkennen und Daten einfacher erfassen. Damit wird die Plattform noch stärker zu einem praxisnahen Werkzeug für die betriebliche Weiterentwicklung“, erklärt Jan Heusmann, Vorstand der Fokus Milch GmbH.
Auch für die Molkereien bringt die neue Version, die weiterhin auf dem bundesweit einheitlichen Berechnungsstandard BEK 2025 basiert, entscheidende Fortschritte. Die Ergebnisse können nun differenzierter ausgewertet werden, beispielsweise werden nun Werte für den Gas-Split ausgewiesen. Diese detaillierte Aufschlüsselung der Emissionen gewinnt insbesondere im Hinblick auf Anforderungen von Handel und internationalen Partnern zunehmend an Bedeutung.
Bereits knapp 5.000 Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger aus ganz Deutschland nutzen das neue Tool – ein starkes Signal für die wachsende Relevanz einheitlicher Klimabilanzierung in der Branche.
Gelegenheit zum persönlichen Austausch bot kürzlich auch das Berliner Milchforum. Dort kamen Teilnehmende der Klimaplattform Milch in entspannter Atmosphäre zusammen, um Erfahrungen zu teilen und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Neben fachlichen Impulsen stand dabei vor allem der direkte Dialog im Vordergrund – eine wichtige Grundlage, um die Weiterentwicklung der Plattform praxisnah zu gestalten.