Etwa 120 Beschäftigte in den Werken von FrieslandCampina in Beilen und Meppel treten ab heute Abend für 24 Stunden in den Streik, um ihren Forderungen nach einer deutlichen Lohnerhöhung in einem neuen Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen. In den vergangenen Wochen hatten Beschäftigte im ganzen Land bereits Streikposten aufgestellt und ihre Kollegen über den Stillstand der Verhandlungen informiert. In einem Ultimatum drohte die Gewerkschaft FNV mit einem landesweiten Streik. Der niederländische Molkereiverband NZO, der im Namen der Arbeitgeber verhandelt, ließ die Frist verstreichen.
Die Beschäftigten fordern eine Lohnerhöhung von mindestens 4 % in einem einjährigen Tarifvertrag, der bis April 2027 läuft. Außerdem wollen sie, dass die Gehälter künftig bei jedem Anstieg der Ladenpreise in Form einer automatischen Preisausgleichszahlung erhöht werden. Die Molkereiunternehmen sind nicht bereit, mehr als eine Lohnerhöhung von 3 % anzubieten.
Darüber hinaus fordern die Beschäftigten unter anderem eine Vier-Tage-Woche, höhere Zulagen für Schichtarbeit, unbefristete Arbeitsverträge für alle in Festanstellungen, das Recht, außerhalb der Arbeitszeit nicht kontaktiert zu werden, eine angemessene Erstattung der Fahrtkosten sowie Maßnahmen gegen unbezahlte Überstunden.
FrieslandCampina beschäftigt rund 600 Mitarbeiter in Beilen und etwa 235 in Meppel. Dort werden unter anderem Pulver für Babynahrung und Kaffeeweißer hergestellt.
Foto: FrieslandCampina