Der Strukturwandel in der deutschen Milchwirtschaft setzt sich fort. Die Zahl der Milchviehbetriebe nimmt weiter ab, während die durchschnittliche Herdengröße steigt. Gleichzeitig bleibt die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion angespannt. Niedrige Milchauszahlungspreise bei gleichzeitig hohen Produktionskosten belasten die Erzeuger.
Der vielfach diskutierte Rückgang des Konsummilchverbrauchs fällt geringer aus als häufig dargestellt. Während in der Publikumspresse teils von einem starken Einbruch berichtet wird, weisen Nielsen-Daten lediglich auf einen leichten Rückgang hin. Deutlich positiver entwickeln sich dagegen die Produktionsmengen höherwertiger Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Sahne, Butter und insbesondere Käse.
An den Rohstoffmärkten zeigt sich ein differenziertes Bild. Die Butterpreise stehen aktuell unter Druck. Dagegen profitieren Milchproteine von der anhaltend hohen Nachfrage nach eiweißreichen Lebensmitteln. Der anhaltende Proteintrend sorgt für deutlich steigende Erlöse. Die Preise für Blockkäse liegen zwar weiterhin unter dem Vorjahresniveau, haben sich zuletzt jedoch wieder stabilisiert.
Im Außenhandel bleibt Käse der wichtigste Wachstumstreiber der deutschen Milchwirtschaft. Bemerkenswert ist zugleich der Anstieg der Käseimporte nach Deutschland – eine Entwicklung, die auf eine robuste Inlandsnachfrage hindeutet. International dürfte die Bedeutung des chinesischen Marktes künftig abnehmen. Neben einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung baut China seine eigene Milchproduktion kontinuierlich aus und reduziert damit seinen Importbedarf. Demgegenüber wächst die Nachfrage in anderen Regionen, insbesondere in Südostasien sowie im Nahen Osten.
Für die kommenden Monate sprechen mehrere Faktoren für ein stabiles Marktumfeld. Die weltweite Nachfrage nach Milchprodukten wächst weiter – getrieben sowohl durch die steigende Weltbevölkerung als auch durch den zunehmenden Konsum proteinreicher Lebensmittel. Gleichzeitig begrenzen sinkende Milchanlieferungen und witterungsbedingte Einflüsse, etwa Hitzeperioden, das Rohstoffangebot. Vor diesem Hintergrund dürften sich Angebot und Nachfrage auf einem insgesamt stabilen Preisniveau einpendeln.
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Artikel verfasst mit Hilfe von ChatGPT