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Scharfe Kritik an der DGE

 

 

Die Deutsche Akademie für Präventivmedizin kritisiert die neuen Ernährungsempfehlungen der DGE, die einen geringeren Milch- und Fleischverbrauch fördern sollen. Dies DGE-Empfehlungen können weitreichende Folgen für die Bevölkerung haben, da sie von der Verpflegung in Kitas, Schulen, Kantinen und Seniorenheimen bis hin zu den Programmen der Krankenkassen als Standard gelten.

Die DAPM sieht gravierende Fehler sowohl im Ansatz dieser Empfehlungen, die sich explizit an alle Verbraucher richten. Kritisiert werden inhaltliche Aussagen, die überholt und nicht evidenzbasiert sind und zusätzlich den Aspekt des Klimaschutzes teilweise über die gesundheitlichen Belange der Bevölkerung zu stellen scheinen. Einheitliche Empfehlungen für alle sind lt. DPAM nicht möglich und könnten sogar schaden.

Konkret kritisiert die DAPM folgende Aussagen:

• Die Charakterisierung von Lebensmitteln in solche „pflanzlichen Ursprungs“ und solche „tierischen Ursprungs“ ist wissenschaftlich betrachtet unsinnig.

• Die Empfehlung „an alle“, täglich 5 Portionen = 300 g Getreideprodukte verzehren, ist für viele Millionen Menschen in Deutschland nicht nur nicht hilfreich, sondern sogar gesundheitsgefährdend!

• Die Reduzierung des Verzehrs von Milchprodukten im Vergleich zu früheren Empfehlungen um ein Drittel hat keine wissenschaftliche Grundlage. Milchprodukte haben nach aktueller Evidenzlage im Gegenteil positive Effekte auf die Gesundheit im Sinne einer Verminderung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall.

• Der allgemeine Verzicht auf tierische Lebensmittel kann bedenklich sein: Die ausreichende Versorgung relevanter Bevölkerungsteile (z. B. Kinder und Senioren) mit genügend und hochwertigem Eiweiß, essenziellen Aminosäuren und Fettsäuren sowie mit etlichen Spurenelementen und Vitaminen wird mit den DGE-Empfehlungen nicht gewährleistet.

 

 

Die Deutsche Akademie für Präventivmedizin e.V. (DAPM, s. www.akaprev.de) setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2005 für die seriöse, ärztliche Fortbildung auf den Gebieten der Gesundheitsförderung und Prävention ein. Die DAPM ist explizit ungesponsert, unabhängig und der evidenz-basierten (= wissenschaftlich nachprüfbaren)  Medizin verpflichtet.

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