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Quelle: VMB

Saisonaler Anstieg auf spürbar höherem Niveau

Nach einem bereits deutlich erhöhten Milchaufkommen zum Start in das Jahr 2026 hatte auch im Februar die Milcherzeugung in der EU-27 den saisonalen Anstieg auf einem spürbar höheren Niveau fortgesetzt. Die Mitgliedsstaaten erzeugten in Summe mit 11,5 Milliarden Kilogramm um 4,4 % mehr Milch als vor einem Jahr und setzten die expansive Anlieferung in den ersten beiden Monaten bei der kumulierten Betrachtung mit einem Vorsprung von 4,6 % fort.
Am deutlichsten wurde die Milcherzeugung in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden ausgedehnt. Mit einer um 169 Mio. kg höheren Milchanlieferung (+6,9 %) als im Vorjahresmonat hatten die deutschen Milcherzeuger das Milchaufkommen am stärksten beeinflusst. In Frankreich lieferten die Milchbauern im Februar um 112 Mio. kg (+6,0 %) mehr Milch an als vor einem Jahr und in den Niederlanden war es ein Zuwachs von 58 Mio. kg (+5,5 %).
Für den bisherigen Jahresverlauf – Januar bis Februar – errechnet sich für Deutschland ein um 6,9 % höheres Aufkommen und in Frankreich liegt das Plus bei 5,9 %. In den Niederlanden bewegte sich die Milchmenge um 5,7 % über dem Vorjahreszeitraum.
In Polen fiel im Vergleich zum Januar der Mengenzuwachs mit 2,5 % nicht mehr so deutlich aus. In der Kumulation liegt der Vorsprung zum vergangenen Jahr bei 2,9 %.
Deutlich stärker sind bei der relativen Betrachtung die Zuwachsraten für die ersten beiden Monate in Belgien mit 10,1 %, Österreich mit 8,7 % und Irland mit 5,4 %. Die italienische Milcherzeugung legte zum Vorjahreszeitraum um gut 3 % zu.
Eine geringere Milchanlieferung als im Vorjahr wurde in den ersten beiden Monaten wesentlich für Rumänien (-9,7 %), Estland (-8,8 %) und Lettland (-5,4 %) ausgewiesen.

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