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Milch Marker Index

 

 

Im April 2024 betrugen die Milcherzeugungskosten lt. MEG Milch Board 46,3 Cent pro Kilogramm. Der Milch Marker Index ist gegenüber Januar 2024 von 104 auf 101 gefallen. Der Milchauszahlungspreis lag bei 44,79 Cent. Das Verhältnis zwischen Kosten und Erlösen ist in Deutschland also weiterhin ungünstig für die Milchviehbetriebe, auch wenn sich die Kostendeckung von 92 auf 97 Prozent verbesserte, so MEG Milch Board. Die leichte Entspannung auf der Kostenseite ergab sich vor allem durch gefallene Futterkosten.

Für den Vorstandsvorsitzenden der MEG Milch Board Frank Lenz stellt sich die Lage auf dem Milchmarkt im April folgendermaßen dar: „Wir profitieren von regem Bedarf an Milch, sowohl bei Konsumenten als auch bei Verarbeitern. Auch auf dem Weltmarkt ist die Verwertung sehr gut. Bei insgesamt relativ geringen Milchmengen sind die Milchauszahlungspreise für die Erzeugerinnen und Erzeuger zwar gestiegen, aber nicht in dem Maße wie das die Marktindices hätten erwarten lassen.“

Eine Ursache dafür sieht er in der zögerlichen Preispolitik der Molkereien, die ihren Spielraum gegenüber dem Handel nicht genutzt haben, um höhere Preise durchzusetzen, von denen auch der Milchmarkt und letztendlich die Erzeugerinnen und Erzeuger hätten profitieren können. „Statt dessen gelingt es dem Handel, seine Deckungsbeiträge zu vervielfachen. Zwar sind wir im Bundesdurchschnitt nahe an der Kostendeckung, was vor allem dem Können der Landwirte zu verdanken ist, die durch Drücken der Kosten eine geringere Unterdeckung erreicht haben. Dennoch sind wir noch weit entfernt von einer Gewinnsituation, die Voraussetzung für gesundes Unternehmertum ist. Ziel müsste vielmehr sein, die Einnahmen entsprechend zu erhöhen.“

 

 

 

 

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