Nachhaltigkeit
Quelle: endairy news

Haupttreiber des Wandels

Globale Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und Mars steuern die Lieferkette für Milchprodukte bis 2030 in Richtung regenerative Landwirtschaft, investieren Milliarden und nutzen die Rahmenwerke der SAI-Plattform, um die Ziele für Treibhausgasemissionen und Scope-3-Berichterstattung zu erreichen. Haupttreiber des Wandels im Milchsektor sind nicht die Einzelhandelskunden, sondern die globalen Schwergewichte der Lebensmittelindustrie, die als direkte Abnehmer der Milchverarbeiter fungieren. Nestlé, wo Milch und Milchbestandteile weltweit den größten Anteil an Rohstoffen ausmachen, hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 50 % der wichtigsten Zutaten von Betrieben zu beziehen, die regenerative Landwirtschaft betreiben. Das Unternehmen hat sein Zwischenziel von 20 % bis 2025 bereits übertroffen und erreichte 2024 einen Anteil von 21,3 % aus einem Netzwerk von über 150.000 Landwirten in 25 Ländern. Obwohl sich das Unternehmen aus der internationalen Dairy Methane Action Alliance zurückgezogen hat, hält es weiterhin an seinen Reduktionszielen fest und investiert massiv in verschiedene Förderprogramme.

Dieser branchenweite Wandel wird durch gemeinsame Initiativen wie die Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform standardisiert, der über 190 Mitgliedsunternehmen wie Fonterra, Lactalis und Synlait angehören. Die SAI Platform definiert regenerative Landwirtschaft als einen ergebnisorientierten Ansatz, der die Bodengesundheit, die biologische Vielfalt, das Klima und die Wasserressourcen schützen und verbessern und gleichzeitig die Lebensgrundlage der Landwirte erhalten oder verbessern sollt.

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