Herkömmliche Methoden zur Beurteilung der Milchqualität, wie beispielsweise elektrochemische Nachweise und Infrarotspektroskopie, weisen häufig Einschränkungen wie hohe Kosten, komplexe Verfahren und eingeschränkte Mobilität auf. Diese Nachteile unterstreichen den dringenden Bedarf an einer nicht-invasiven, in Echtzeit funktionierenden und kostengünstigen Lösung zur Überwachung der Milchqualität. Wang Zhang Yuan von der Shanghai Jiao Tong University in China und seine Kollegen haben sich mit der intrinsischen Lumineszenz befasst, um einen beginnenden Verderb von Milch nachzuweisen.
Ihren Ergebnissen zufolge weist Milch duale Emissionseigenschaften auf: eine blaue Emission (390–460 nm), die durch den CTE-Mechanismus von Kasein- und Molkenproteinaggregaten stammt, und eine gelbgrüne Emission (~530 nm), die von Riboflavin herrührt.
Der durch Verderb ausgelöste mikrobielle Stoffwechsel führt zu ausgeprägten physikalisch-chemischen Veränderungen, darunter eine Senkung des pH-Werts, Proteinabbau und eine kolloidale Umstrukturierung, die alle zusammen die Photolumineszenz der Milch beeinflussen. Details dazu finden sich in Chemistry Europe.
Abb.: Wang Zhang Yuan, Shanghai Jiao Tong University, China