Die Bayerische Milchindustrie eG (BMi) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Gerade in Zeiten wie diesen stehen für die BMi Verlässlichkeit, Stabilität sowie ein partnerschaftliches Miteinander als zentrale Leitgedanken im Mittelpunkt des Handelns.
„Das Geschäftsjahr 2025 war gerade für ein exportorientiertes Unternehmen wie die BMi eine Herausforderung. Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, höhere Zölle, Wechselkurseffekte und zunehmenden internationalen Wettbewerb konnte die BMi durch gemeinsames verlässliches Handeln erfolgreich meistern. Gerade deshalb sind wir stolz, dass wir das Jahr mit dem besten Ergebnis seit Jahren beschließen und auch 2025 in die Weiterentwicklung unserer Standorte sowie die Digitalisierung unserer Prozesse investieren konnten“, sagt Dr. Thomas Obersojer, Vorstandvorsitzender der BMi.
Protein-Nachfrage bestätigt strategische Ausrichtung
„Die Nachfrage nach Milchprodukten war 2025 stabil bis leicht positiv. Gerade das Exportgeschäft spielte hier eine zentrale Rolle. Neben Käse verzeichneten insbesondere Molkenproteine eine hohe Nachfrage, besonders in den USA, Südostasien und China. Diese Entwicklung ist für uns sehr positiv, da vor allem die starke Nachfrage nach hochwertigen Molkenproteinen unsere strategische Ausrichtung bestätigt“, resümiert Winfried Meier, Vorstand der BMi. „In unseren Business Units konnten wir im Vergleich zum Vorjahr beeindruckende Ergebnisse erzielen. Im Bereich Käse verzeichnen wir eine Umsatzentwicklung von plus 7 %, in der Business Unit Ingredients sogar ein Plus von 32 %.“
Insgesamt schließt die BMi das Jahr 2025 mit einem Umsatz von 667,2 Mio. Euro ab, wovon 59 % über die Business Unit Käse, 39 % über den Bereich Ingredients und 2 % über Frische und Services erwirtschaftet wurden. Mehr als die Hälfte des Umsatzes (55 %) erzielte die BMi außerhalb Deutschlands.
Standorte im Fokus: Investitionen in die Produktionsprozesse
Unbeirrt von den komplexen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen investierte die BMi zur Optimierung der Produktionsprozesse und zur Erweiterung der Kapazitäten 17,9 Mio. Euro in die technische und bauliche Weiterentwicklung ihrer Standorte. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Standort Zapfendorf, der im Rahmen des Projekts Masterplan Ingredients (MPI) weiterentwickelt wird. Hier wurden 2025 die planerischen Grundlagen für Produktionstechnik, Gebäude und technische Ausstattung weiter konkretisiert und vorangetrieben. Die Genehmigungsverfahren sind bereits weit fortgeschritten. Am Standort Jessen lag der Fokus auf Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der weiteren Verbesserung der Produktqualität. Im Werk in Winzer hat die BMi auf die steigende Nachfrage nach entmineralisiertem Molkenpulver insbesondere in Bio-Qualität reagiert. Die Kapazitäten für den Bereich Entmineralisierung werden erweitert und ein bestehender Trocknungsturm durch eine Anlage nach den höchsten Qualitätsstandards ersetzt. Dies stärkt die BMi in ihrer weltweit führenden Rolle bei Bio-Ingredients.
Auch das Thema Digitalisierung wurde weiter vorangetrieben. Im Rahmen der Einführung eines neuen ERP-Systems wurde im Geschäftsjahr 2025 die Finanzbuchhaltung erfolgreich auf die neue Systemlandschaft umgestellt. Der Rollout auf weitere Bereiche und Standorte erfolgt schrittweise.