Porträt von Stefan Johannsen von APOrtha zum Thema essenzielle Aminosäuren und Proteinversorgung
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Essenzielle Aminosäuren ergänzen den Blick auf Protein

Bei High-Protein-Produkten wird der Proteingehalt häufig in Gramm hervorgehoben. Für die Proteinversorgung ist nach Angaben des Nahrungsergänzungsmittel-Anbieters APOrtha jedoch auch relevant, welche Aminosäuren enthalten sind und in welchem Verhältnis sie vorliegen. Proteine dienen unter anderem als Bausteine für Muskeln, Enzyme und Hormone. Während der Körper einige Aminosäuren selbst bilden kann, müssen essenzielle Aminosäuren über die Nahrung aufgenommen werden.

„Beim Thema Protein lohnt sich eine differenzierte Betrachtung. Entscheidend ist nicht allein, wie viel Protein wir aufnehmen, sondern welche Aminosäuren dem Körper zur Verfügung stehen und wie sie zusammengesetzt sind“, sagt Stefan Johannsen, COO bei APOrtha.

Acht essenzielle Aminosäuren in festgelegtem Verhältnis

Werden die acht essenziellen Aminosäuren Leucin, Lysin, Valin, Isoleucin, Phenylalanin, Threonin, Methionin und Tryptophan in einem festgelegten Verhältnis kombiniert, wird dies als Aminosäure-Pattern bezeichnet. Mit einer solchen Zusammensetzung beschäftigte sich unter anderem der italienische Forscher Prof. Dr. Maurizio Lucà-Moretti. Seine Arbeiten bildeten die Grundlage für das sogenannte Master Amino Acid Pattern.

Für den Aufbau körpereigener Proteine benötigt der Organismus unterschiedliche Bausteine. Fehlt eine Aminosäure oder ist sie nur in geringer Menge vorhanden, können die übrigen Bausteine sie nicht automatisch ersetzen. Nicht benötigte Aminosäuren lassen sich zudem nicht unbegrenzt speichern. Überschüsse können zur Energiegewinnung genutzt werden, bei Bedarf zur Bildung von Glukose beitragen oder ausgeschieden werden.

„Um Nebenwirkungen zu vermeiden, stellen wir dem Körper im Idealfall die Bausteine in einer Zusammensetzung zur Verfügung, die möglichst wenig unnötigen Überschuss erzeugt“, erklärt Johannsen.

Verdauung und Verträglichkeit von Proteinprodukten

Protein aus Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln muss zunächst in kleinere Bestandteile zerlegt werden, bevor die enthaltenen Aminosäuren verfügbar sind. Größere Portionen und bestimmte Proteinprodukte werden dabei nicht von allen Menschen gleich gut vertragen. Völlegefühl oder Blähungen können mit der verzehrten Menge sowie mit Zutaten wie Laktose, Zuckeralkoholen oder Süßungsmitteln zusammenhängen.

„Uns berichten regelmäßig Menschen, dass ihnen sehr proteinhaltige Lebensmittel schwer im Magen liegen oder sie sich danach aufgebläht fühlen. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein – von der verzehrten Menge bis zu einzelnen Zutaten. Bei freien Aminosäuren entfällt zumindest der Schritt, ein vollständiges Protein zunächst aufspalten zu müssen“, sagt Gabriele Berg, Geschäftsführerin und Leiterin der Kundenbetreuung bei APOrtha.

Proteinreiche Lebensmittel bleiben Grundlage

Freie essenzielle Aminosäuren sind kein grundsätzlicher Ersatz für Protein aus Lebensmitteln. Gesunde Menschen können ihren Protein- und Aminosäurebedarf über eine ausgewogene Ernährung decken. Proteinreiche Lebensmittel liefern je nach Produkt zusätzlich Vitamine, Mineralstoffe, Fette und weitere Nährstoffe. Ein Aminosäuren-Präparat ersetzt daher keine vollständige Mahlzeit.

Die Zusammensetzung der essenziellen Aminosäuren kann insbesondere für Menschen von Interesse sein, die sich beim Sport, bei vegetarischer oder veganer Ernährung oder im höheren Alter intensiver mit ihrer Proteinversorgung beschäftigen.

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