Um das Potenzial der agrarischen Photovoltaik in Irland zu ermitteln, wurden von der Maynooth University und Teagasc  zwei repräsentative Milchviehbetriebe in der Grafschaft Galway im Westen Irlands untersucht: ein Betrieb mit Frühjahrskalbung in Ballymoe und ein Betrieb mit Winterkalbung in Athenry mit 74 bzw. 80 Kühen.
Auf dem Betrieb mit Frühjahrskalbung wurden 72 % der Solarenergie (21.635 kWh) direkt vor Ort verbraucht, 23 % (6.685 kWh) wurden in Batterien gespeichert und nur 5 % (1.562 kWh) wurden ins Netz eingespeist. Das bedeutet, dass 95 % der Solarenergie effektiv auf dem Betrieb genutzt wurden.
Im Gegensatz dazu verbrauchte der Betrieb mit Winterkalbung 51 % (15.040 kWh) der Solarenergie direkt, speicherte 25 % (7.512 kWh) in Batterien und speiste 24 % (7.134 kWh) ins Netz ein.
Zu den politischen Rahmenbedingungen in Irland gehören das „Targeted Agricultural Modernisation Scheme“ (TAMS), das bis zu 60 % Kapitalzuschüsse für Solar-PV-Anlagen bietet (maximale Investitionsobergrenze von 90.000 € pro Betrieb), sowie der „Clean Export Tariff“, der  kleinen Erzeugern (6–50 kWp) 0,15–0,25 €/kWh für überschüssigen, ins Netz eingespeisten Strom bietet (Verträge mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren).