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VBPM-Mitgliederversammlung 2026

 

Im Bild von links: Carsten Hümmer (HSWT), Prof. Dr. Johannes Holzner (HSWT),  Susanne Glasmann , Präsident Robert Hofmeister (Foto: VBPM)

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Verbandes der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. (VBPM) standen am 29. Juni in München die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen für die bayerische Milchwirtschaft. Die Mitglieder diskutierten insbesondere die beschlossenen Änderungen des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO), die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten sowie die Reaktionen darauf. Darüber hinaus wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Kritische Diskussion zu Art. 148 GMO

Breiten Raum nahm die Diskussion um die geplanten Änderungen des Artikels 148 GMO ein. Die Regelung betrifft die Vertragsbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien und sieht weitergehende verpflichtende Vorgaben für schriftliche Lieferverträge vor. Die Mitglieder des VBPM äußerten erhebliche Bedenken hinsichtlich zusätzlicher Bürokratiebelastungen und möglicher Eingriffe in bewährte bilaterale Vertrags- und Lieferbeziehungen. Nach Auffassung des Verbandes müssen marktwirtschaftliche Strukturen erhalten bleiben und zumal die Sinnhaftigkeit der neuen Regelungen im Hinblick auf ihre tatsächlichen Auswirkungen für Erzeuger und Verarbeiter stark angezweifelt wird. Nun kommt es auf die nationale Ausgestaltung und Umsetzung an – hier gibt es laut den Aussagen von Präsident Hofmeister positive Signale aus dem Bundesministerium.

Geopolitische Entwicklungen beeinflussen die Märkte

Ein weiterer Schwerpunkt war die zunehmende Bedeutung geopolitischer Entwicklungen für die Ernährungs- und Milchwirtschaft. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten sowie zunehmende Handels- und Zollkonflikte beeinflussen internationale Warenströme, Energiepreise und Lieferketten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Unternehmen der Milchwirtschaft ihre Resilienz weiter stärken müssen. Die Entwicklungen zeigen, wie eng die bayerische Milchwirtschaft heute mit globalen Märkten und politischen Entscheidungen verknüpft ist.

Neuer Vorstand gewählt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung fanden turnusgemäß die Wahlen zum Vorstand des Verbandes statt. Zum Präsidenten wurde erneut Robert Hofmeister gewählt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden die Herren Florian Bauer, Karl-Georg Geßler und René Guhl im Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Wolfgang Dötzer, Geschäftsführer des Milchhof Albert GmbH & Co. KG in Scheßlitz.

Zuversichtlicher Blick nach vorn

Trotz eines zunehmend anspruchsvollen politischen und wirtschaftlichen Umfelds blickt der VBPM mit Zuversicht auf die kommenden Jahre. „Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit werden auch künftig die zentralen Leitlinien der Verbandsarbeit sein“, so Geschäftsführerin Susanne Glasmann. Ziel bleibt es, den Unternehmen der privaten Milchwirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen zu sichern und ihre wichtige Rolle innerhalb der bayerischen Ernährungswirtschaft zu stärken.

 

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