Weißrussische Forscher um Natalya Furik, die erste stellvertretende Direktorin des Instituts für Fleisch- und Milchwirtschaft, entwickeln eine neue Generation von Milchprodukten und Zutaten, die den globalen Branchentrends entsprechen.
Die Forscher haben die Produktionstechnologien für getrocknete Milchprodukte erweitert, darunter Mischungen für Speiseeis, Getränkepulver und Milchshakes. Das Institut hat zudem Technologien für Instant-Magermilch- und Vollmilchpulver entwickelt und arbeitet derzeit an Lösungen für standardisierte Trockenmischungen, die bei der Herstellung proteinreicher Produkte wie Quark und Käse zum Einsatz kommen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Instituts liegt auf hochwertigen Milchzutaten. Die Spezialisten haben Molke- und Milchproteinkonzentrate sowie Kasein- und Kaseinatprodukte entwickelt; derzeit laufen Arbeiten an mizellarem Kasein. Furik wies darauf hin, dass die Forscher darüber hinaus Technologien zur Herstellung von Permeaten, Laktose und Lactoferrin entwickelt haben, die die Entwicklung spezialisierter Milchzutaten unterstützen.
Ein weiterer Forschungsbereich befasst sich mit Starterkulturen. Das Institut unterhält die nationale Sammlung industrieller Starterkulturen und Bakteriophagen, wodurch die Herstellung von Kulturen für verschiedene Käsesorten ermöglicht wird. Zu den aktuellen Projekten zählen tiefgefrorene Starterkulturen für Käse nach Maasdam-Art, Kulturen für Ziehkäse sowie Lösungen für fettarme Käsesorten, die darauf ausgelegt sind, die Geschmackseigenschaften traditioneller Sorten zu bewahren.
Die Forscher erweitern zudem das Angebot an funktionellen Milchprodukten. Zu den jüngsten Entwicklungen zählen laktosearme und laktosefreie Eissorten, Käse und andere Milchprodukte. Gleichzeitig arbeiten die Spezialisten weiterhin mit probiotischen Kulturen und haben Technologien für Joghurt und fermentierte Produkte aus Schafsmilch entwickelt, die als vielversprechender Rohstoff für proteinreiche Milchprodukte und Käsesorten gilt.