Die Edeka-Gruppe startet gemeinsam mit Netto Marken-Discount, vier Molkereien sowie der Leuphana Universität Lüneburg in ein Projekt, das ein wegweisendes Klimaschutzprojekt in der gesamten Milchlieferkette zum Ziel hat. Damit soll ein standardisiertes, transparentes und skalierbares Modell zur Reduktion landwirtschaftlicher Emissionen entwickelt werden, um konventionelle Lieferketten Schritt für Schritt klimafreundlicher zu gestalten.
Beteiligt sind die Molkereien EMP Milchhof Prenzlau, NordseeMilch, Royal A-ware und Gropper. Sie bringen unterschiedliche regionale Strukturen und Markterfahrungen ein und stehen in engem Austausch mit ihren Milchlandwirten. Der Fokus liegt bewusst auf praxisnahen, datenbasierten Lösungen für die Breite der Landwirtschaft und nicht auf Nischen- oder Premiumprogrammen, heißt es bei Edeka.
In der aktuellen Projektphase wird ein einheitlicher Standard für Datenerhebung und Emissionsberechnung entwickelt, orientiert an den Kriterien der “Science Based Targets initiative” (SBTi). Gleichzeitig werden bestehende Maßnahmen bewertet und weiter entwickeltund zwar mit Blick auf Klimawirkung, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit. Schulungen und Praxistests sollen die Landwirte gezielt unterstützen. Ab 2027 steht die breite Umsetzung besonders wirksamer Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Fokus.
Mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Leuphana Universität und methodischer Unterstützung der Beratung Quantis entsteht so ein übertragbares Klimaschutzmodell für den deutschen Molkereisektor – mit dem Anspruch, perspektivisch weitere Marktteilnehmer einzubinden.
Bildquelle: Edeka
Nachhaltigkeit
- Hans Wortelkamp
Quelle: Edeka