Der Mopro-Markt gilt als gesättigt, promotionsgetrieben und steht unter starkem Preisdruck. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine konsistente Markenführung. Dadurch werden die klassischen Marketingansätze vor neue Herausforderungen gestellt, stoßen zuweilen an ihre Grenzen und werden zunehmend durch moderne Konzepte ergänzt.
Mit digitalen Technologien und sozialen Netzwerken wird eine unmittelbare Kundenansprache ermöglicht und die Digitalisierung der Marketingprozesse am Point of Sale (PoS) vorangetrieben. Dieser bleibt für Verbraucher und Händler – insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel – der wichtigste Berührungspunkt zwischen Produkt und Konsument. Ein erheblicher Teil der Kaufentscheidungen fällt erst im Markt. Entsprechend entscheidend sind Platzierung, Inszenierung und Angebotskommunikation, denn eine gezielte Gestaltung am Point of Sale wirkt sich direkt auf Abverkauf und Markenwahrnehmung aus. Darüber hinaus stärken Inspiration, Frische, Qualität und Vielfalt das Vertrauen in die Produkte und machen den stationären Handel zum Erlebnisraum. Erfolgreicher Verkauf entsteht zunehmend durch Emotionen, denn gerade Entertainment-Elemente inszenieren Produkte wirkungsvoll und überraschen die Shopper.
Auf einer Fachveranstaltung plädierte Retail-Media-Experte Dr. Klaus-Holger Kille für einen stärkeren Einsatz von Retail Media im LEH. Angesichts der sinkenden Relevanz des linearen Fernsehens gewinne Werbung direkt im Supermarkt deutlich an Bedeutung. Entscheidend sei, Inhalte zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu platzieren. Zwar dominiert TV weiterhin die Werbeausgaben, doch Online- und Retail-Media-Formate wachsen dynamisch. Am Beispiel Rewe zeige sich das Potenzial: Mit mehr als 3.000 Filialen und bis zu 40 Millionen Kundenkontakten pro Woche werden inzwischen höhere Reichweiten als mit klassischen Massenmedien wie dem Fernsehen. ….
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