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Lebensmittelsicherheit im Fokus

Im Bild v.l.n.r:  PD Dr. Antonie Neubauer-Juric, Vizepräsidentin des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Stefan Soiné, Vorsitzender ABEW, Susanne Glasmann, Geschäftsführerin ABEW (Foto: ABEW)

 

Anlässlich des Tages der Bayerischen Ernährungswirtschaft referierte PD Dr. Antonie Neubauer-Juric, Vizepräsidentin des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), am (. Oktober in München über den aktuellen Stand und künftige Herausforderungen in der Lebensmittelsicherheit. Im Zentrum standen die wachsenden Risiken entlang der Lebensmittelkette, die unter anderem durch Klimawandel, Globalisierung, neue Produkte sowie verändertes Verbraucher-verhalten entstehen. Neubauer-Juric verdeutlichte, dass steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse und Wasserknappheit die Ausbreitung pathogener Mikroorganismen und Parasiten begünstigen.

Neben mikrobiologischen Risiken wie Salmonellen, Vibrio-Arten und Mykotoxinen ging die Referentin auch auf aktuelle Ausbruchsgeschehen ein – von mit Salmonella belasteten Nussprodukten bis hin zu Bakterientoxinen in verarbeiteten Lebensmitteln. Beispiele aus Bayern zeigten, dass eine enge Verzahnung von Untersuchungen, Risikobewertung und öffentlicher Kommunikation entscheidend ist.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Boom von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier stellte Neubauer-Juric erhebliche Lücken in Regulierung und Überwachung fest: unzulässige Werbeaussagen, Schwermetallbelastungen und Produkte ohne wissenschaftliche Evidenz stellten Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend vor Risiken. Zur Früherkennung setzt das LGL auf innovative Ansätze wie die Analyse von Importströmen (ISAR) und die Entwicklung von Frühwarnindikatoren. Ziel sei es, gesundheitliche Gefahren sowie Betrugspotenziale frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Veranstalter des Tages der Bayerischen Ernährungswirtschaft ist die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Ernährungswirtschaft (ABEW). „Lebensmittelsicherheit bleibt eine Querschnittsaufgabe, die Forschung, Kontrolle, Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen fordert”, resümierte der Vorstandsvorsitzende Stefan Soiné.

Die ABEW repräsentiert die gesamte Breite der bayerischen Ernährungswirtschaft und setzt sich für die Mitgliedsunternehmen und -verbände im Allgemeinen sowie im Einzelfall auch in tagesaktuellen Fragen ein. Die Land- und Ernährungswirtschaft ist in Bayern vom Umsatz her die zweitstärkste Branche, jeder siebte Arbeitsplatz hängt von ihr ab.

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