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BMEL legt zweiten NRI-Zwischenbericht vor

 

Im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI) hat sich die Lebensmittelwirtschaft dazu verpflichtet, bis 2025 die entsprechenden Anteile zu reduzieren, damit verarbeitete Lebensmittel gesünder werden. Der heute veröffentlichte zweite NRI-Zwischenbericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigt, dass die Gehalte an Zucker, Fetten und Salz zwar in einigen Lebensmittelgruppen reduziert wurden, in vielen Produkten aber weiterhin zu hoch sind. Teilweise sind sogar Erhöhungen der Energie- bzw. Nährstoffgehalte festzustellen, wie das vom Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführte Produktmonitoring ergab. Das heißt: Es besteht weiterer Handlungsbedarf.

Mit der im Dezember 2018 verabschiedeten NRI soll eine ausgewogene Nährstoff- und Energieversorgung der Bevölkerung unterstützt und dadurch ein Beitrag zur Verringerung der Häufigkeit von Übergewicht, Adipositas und ernährungsmitbedingten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, geleistet werden. Bislang liegen im Rahmen der NRI Selbstverpflich­tungen von elf Verbänden der Lebensmittelwirtschaft vor. Die NRI ist Teil der Ernährungsstrategie „Gutes Essen für Deutschland“ der Bundesregierung. 2020 hat das BMEL einen ersten NRI-Zwischenbericht vorgelegt und im Juli 2023 einen Sonderbericht zu Produkten mit Kinderoptik.

Insgesamt zeigen auch die Ergebnisse des aktuellen zweiten NRI-Zwischenberichts, dass die bislang durchgeführten Produktreformulierungen noch nicht ausreichen, um eine ausgewogene Ernährung im erforderlichen Umfang zu unterstützen. So haben zwar in einigen Produktgruppen Reduktionen der Zucker-, Fett-, Salz- und teilweise auch der Energiege­halte stattgefunden. Allerdings ist auch erkennbar, dass die Reduktionsbemühungen der Lebensmittelwirtschaft in den letzten Jahren teilweise nachgelassen haben oder zum Stillstand gekommen sind. Auch wurden in einigen Produktgruppen Erhöhungen der Energie- bzw. Nährstoffgehalte festgestellt.

Einige Beispiele: So ist bei den Joghurtzubereitungen eine kontinuierliche Zuckerreduktion sichtbar: Im Vergleich zur ersten Folgeerhebung im Jahr 2019 sank der Zuckergehalt um 6 Prozent. Bei gesüßten Quarkzubereitungen fand hingegen seit 2019 keine statistisch signifikante Veränderung statt. Die Zuckergehalte in gesüßten Milchprodukten mit Kinderoptik blieben seit 2019 mit durchschnittlich 11,5 g/100 g im Jahr 2022 hoch, das Reduktions­tempo hat sich verlangsamt.

Den Bericht können Sie hier herunterladen.

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