
Das Foto zeigt von links: Projektleiter Andreas Hoh, Theo Müller, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Heienr Kamps bei der Vorstellung des neuen Kraftwerks am 15. April in Leppersdorf (Foto: Müller)
Das unternehmenseigene Kraftwerk auf dem Gelände des Sachsenmilch-Werks in Leppersdorf steht nach eineinhalbjähriger Planungs- und Bauphase kurz vor der Inbetriebnahme. Heute gaben Theo Müller und Heiner Kamps, CEO der Unternehmensgruppe Theo Müller, dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich einen Einblick in das rund 60 Mio. € teure Investitionsprojekt. „Mit der Technik, wie wir sie hier anwenden, erzielen wir einen Gesamtwirkungsgrad von 85 Prozent“, sagte Theo Müller.
Künftig wird das neue GuD-Kraftwerk (kombinierter Gas- und Dampfturbinenprozess) die Versorgung des Standortes mit Wärme in Form von Dampf und elektrischem Strom zu nahezu 100 Prozent übernehmen. Die Brennstoffversorgung der beiden Gasturbinen erfolgt mit Erdgas sowie mit dem am Standort erzeugten Biogas. Durch Kraft-Wärme-Kopplung werden, im Vergleich zu konventionellen Kondensationskraftwerken, die Brennstoffeinsatzmengen nahezu halbiert und somit ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet. Weiterhin liefert die hohe Flexibilität des Kraftwerkes einen Beitrag zur Stromnetzstabilität, die bedingt durch den stetig steigenden Stromanteil aus erneuerbaren Energien zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Das Kraftwerk hat insgesamt eine elektrische Leistung von 34 MW, womit man den Jahresbedarf von mehr als 60.000 Privathaushalten decken könnte.
Technische Daten des Kraftwerks:
2 Gasturbinen à 14 MW Generatorleistung
1 Abhitzekessel 65 t/h Dampfleistung
1 Dampfturbine 6 MW
Feuerungswärmeleistung 114 MW