Gesundheitswarnhinweise auf Produkten wie Zigaretten und Alkohol beeinflussen das Verbraucherverhalten. Eine neue Studie zeigt nun, dass Warnhinweise auf Fleischprodukten über die gesundheitlichen Auswirkungen, den Beitrag zum Klimawandel und den möglichen Zusammenhang mit dem Auftreten einer neuen Pandemie mit den richtigen Bildern die Essenswahl der Verbraucher beeinflussen können.
In der vorliegenden Studie untersuchten Forscher der Universität Durham im Vereinigten Königreich, ob Warnhinweise auf Fleischerzeugnissen zu einer Verringerung des Fleischkonsums führen würden. Sie verwendeten drei verschiedene Warnhinweise: dass das Produkt negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte, dass es mit dem Klimawandel in Verbindung steht und dass es mit potenziellen Pandemien in Verbindung steht.
Textwarnungen waren mit Bildern kombiniert, die in einer Pilotstudie ausgewählt wurden und bei den Teilnehmern starke Emotionen hervorrufen sollten. Um die Wirksamkeit der Warnhinweise zu testen, rekrutierten die Forscher 1.001 Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich, die in Bezug auf Alter und Geschlecht repräsentativ für die Demografie des Landes waren, alle waren Fleischesser.
Heraus kam, dass sich die Teilnehmer gegen die Einführung von Pandemie- und Gesundheitskennzeichnungen auf Fleischprodukten aussprachen, bei Klimakennzeichnungen äußerten sich die Testpersonen aber neutral. Pandemieaufkleber wurden von allen Warnhinweisen als am wenigsten glaubwürdig eingestuft.
Quelle: Appetite
‘Impact of pictorial warning labels on meat meal selection: A randomised experimental studywith UK meat consumers’
Published on: 1 November 2023
Doi: https://doi.org/10.1016/j.appet.2023.107026
Authors: J. P. Hughes, M. Weick, M. Vasiljevic
Foto: Durham University