Milchlieferanten werfen Lactalis vor, ihre Kosten nicht ausreichend zu berücksichtigen. Daher kommt es nun zu Äußerungen der Unzufriedenheit wie z.B. am 20. Dezember in Chemillé-en-Anjou als Bauern einen Tanksammelwagen von Lactalis auf einem Bauernhof in Chemillé abfingen und ihn für einige Stunden an der Weiterfahrt hinderten. Die Aktion erfolgte im Vorfeld neuer Milchpreisverhandlungen zwischen Lactalis und der Lieferantenvereinigung Union nationale des éleveurs livurs Lactalis (Unell, 260 Mitglieder). Letztere argumentiert, dass die Produktionskosten nur zu 25% für den Milchpreis gewichten und die Energiekostensteigerungen nicht genügend abbilden.
Unell schlägt einen Rahmenpreis von 48,4 Cent vor, aber Lactalis besteht auf 46,5 Cent. Mit diesem Wert (0,5 Cent mehr als Anfang 2023) will das Unternehmen in die Verhandlungen mit den großen Handelsketten gehen. Das französische Gesetz Egalim 2 sieht dagegen vor, dass die Produktionskosten der Landwirte nicht verhandelbar sind.