Schweiz: Die Gegner eines Agrarfreihandelsabkommens organisieren sich. Am Dienstag haben sich 21 Organisationen und drei Einzelmitglieder zur Schweizerischen Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS-Schweiz) zusammengeschlossen. Ein Freihandelsabkommen mit der EU sei nicht der Lösungsweg, sondern der Ruin für die Schweizerische Landwirtschaft, sagte der neu gewählte SALS-Vizepräsident Hans Frei, der zugleich Vizepräsident des Zürcher Bauernverbandes ist. Ziel der SALS sei es nicht, die Grenzen zu schließen. Heute würden ja bereits rund 40 Prozent der Nahrungsmittel importiert. Den Konsumenten soll jedoch aufgezeigt werden, dass die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft die Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln sicherstellt. SALS-Präsident und AGORA-Direktor Walter Willener ist überzeugt, dass die WTO-Runde auf der Basis der extrem liberal ausgerichteten Doha-Agenda nicht abgeschlossen wird. Bundesrätin Doris Leuthard brauche das Argument des drohenden WTO-Abschlusses lediglich, um das Projekt des Agrarfreihandelsabkommens mit der EU zum Abschluss bringen zu können.
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