Jan Anker, CEO von Royal A-ware, bezeichnet 2023 als schwieriges Jahr mit vielen Schwankungen. Aber eine leicht steigende Kaufkraft der Verbraucher führte in der zweiten Hälfte dieses Jahres zu einer Belebung des Absatzes von Milchprodukten.
Bezüglich der Rohstoffbasis in den Niederlanden sieht sich auch A-ware unter Druck, es herrsche große Unsicherheit in Bezug auf Politik und Regulierung in der Branche. Hier will A-ware aber weiterhin einen eigenen Kurs verfolgen. Anker hofft, dass ein wenig mehr Realismus in die Politik zurückkehrt. Es gebe nur wenige Orte auf der Welt, an denen Milch richtig produziert werden kann. Nordwesteuropa sei einer davon.
Das Unternehmen verarbeitet aktuell über 2 Mrd. kg Milch, die von 1.500 Landwirten geliefert wird. Im Ausland ist A-ware als Hersteller über strategische Kooperationen präsent. In Estland ist in den letzten Monaten die Cheddar-Käseproduktion bei SCE E-Piim angelaufen, wo ein Joint Venture mit Interfood gegründet wurde. Die Käseproduktion in Irland wird Anfang 2024 in Betrieb gehen. Dies erfolgt gemeinsam mit Tirlan (vormals Glanbia). In Spanien wurde Anfang des Jahres ein Danone-Werk aufgekauft, in dem Mozzarella-Kugeln produziert werden sollen. Das Werk soll 2025 in Betrieb gehen.