Die Oystar-Gruppehat mit ihren Banken eine Einigung zur langfristigen weiteren Finanzierung erzielt.Der Anbieter von Verpackungstechnologien wird dadurch in die Lage versetzt, dieKrise zu bewältigen und sich für die Zukunft neu aufzustellen.
Die Einigung mit den Banken sieht Beiträge aller Beteiligtenvor. Der Gesellschafter Odewald & Cie. stellt zusätzliches Eigenkapital vondeutlich über 20 Mio. € zur Verfügung. Die Banken stunden die Zins- undTilgungszahlungen bis ins Jahr 2011 hinein. Auch die Belegschaft hat sich zu einemRestrukturierungsbeitrag bereit erklärt. Dieser Beitrag besteht aus einerVerschiebung von Tariferhöhungen und dem Verzicht auf Teile des Weihnachts- undUrlaubsgeldes. Gleichzeitig verzichtet das Management auf Boni undSonderzahlungen. Der Beitrag von Arbeitnehmern und Management beläuft sich aufeinen zweistelligen Millionenbetrag.
Parallel spricht die Geschäftsführung eineBeschäftigungsgarantie aus. Demnach werden bis Ende 2011 über die bereitsverhandelten Stellenstreichungen hinaus keine betriebsbedingten Kündigungenausgesprochen. In diesem Rahmen wird auch der Bestand aller Standorte bis Ende2012 garantiert.
Mittelfristig ist geplant, die Zahl der Planstellen vonaktuell 2.500 auf unter 2.200 in 2010 zu reduzieren. Davon sind in Deutschlandvoraussichtlich 200 Arbeitsplätze betroffen. Die geringe Kapazitätsauslastungsoll darüber hinaus mit Kurzarbeit abgefedert werden.
Oystar hatte in den letzten zwölf Monaten infolge der RezessionUmsatzeinbußen von rund 15 % hinnehmen müssen.
Auftragslage
Bei Oystar mehren sich lt. Pressemitteilung unterdessen dieAnzeichen für eine Verbesserung der Auftragslage in den nächsten zwei Jahren.Die Gruppe wird in 2009 nach jetzigem Stand einen Umsatz von ca. 400 Mio. € erwirtschaften,knapp 13 % weniger als im Rekordjahr 2008. Dennoch gelang es durch mit dem „ProgrammONE" eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen einen annähernd ausgeglichenenEBIT zu erwirtschaften. Der EBITDA wird lt. Mitteilung deutlich positiv.
In 2010 rechnet CEO Tom Graf nicht mit weiterenUmsatzeinbrüchen, allerdings auch nicht mit einem nennenswerten Umsatzplus. Zuerwarten seit im nächsten Jahr wohl aber ein spürbar verbessertes EBIT, da die Restrukturierungbereits erste spürbare Effekte zeige.