Die Milchanlieferung war in Österreich im Februar mit plus0,1 % und im ersten März-Drittel mit plus 0,6 % kaum höher als im Vergleichszeitraum 2009, soll aber bei einzelnen Molkereien zuletzt deutlichstärker zugenommen haben.
Die Milchquote dürfte im Milchwirtschaftsjahr 2009/10 nicht überliefert worden sein. Die Absatzsituation für Milchprodukte wird in österreichischen Molkereien als stabil beschrieben. DieAuswirkungen des Listerienbefalls von Quargel der Firma Prolactal auf den Käseabsatz werden unterschiedlich beschrieben: von "nichts zu merken" bis "leichter Imageschaden in Deutschland".
Auf dem Spotmarkt sind die Preise für Magermilch und zuletzt auch wieder für Milchfett rückläufig. Österreichische Versandmilchanbieter stehen in Italien stark unter Druck aus Deutschland; die nördlichen Nachbarnbieten bieten um drei Cent/kg billiger an. Allerdings entwickelt sich der Versand von österreichischer Verarbeitungsmilch seit Jahresbeginn rückläufig.
Die von der AMA vorgelegten Zahlen über den Milchpreis im Februar weisen einen leichten Rückgang aus.Im Februar wurden im Durchschnitt für Milch mit 4,2 Prozent Fett und3,4 Prozent Eiweiß netto 30,21 Cent/kg ausbezahlt, inklusive Umsatzsteuer waren es 33,83 Cent. Der Preis auf Basis der tatsächlichen Inhaltsstoffe (4,21Prozent Fett, 3,42 Prozent Eiweiß) betrug brutto 34,30 Cent. Berglandmilch, NÖM und Gmundner Molkerei wollen den März-Preis im April halten. Tirol Milch hat für April eine weitere Erhöhung um 0,5 Cent bruttoangekündigt.