„Bei der
Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 muss die durch die Health
Check-Beschlüsse eingeleitete Ungleichbehandlung bei den Direktzahlungen
beendet werden“, forderte DRV-Präsident Manfred Nüssel heute bei einem Treffen
mit dem neuen EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş. Durch den im Health Check
beschlossenen Ansatz einer progressiven Modulation sei eine nicht
gerechtfertigte Benachteiligung der in Ostdeutschland als Mehrfamilienbetriebe
geführten Agrargenossenschaften entstanden. Zukünftig muss nach Ansicht des DRV
die Modulation komplett abgeschafft werden. „Vielmehr brauchen wir eine klare
politische Entscheidung über die finanzielle Ausstattung der ersten und zweiten
Säule, wobei die erste Säule weiterhin eindeutige Priorität haben muss.
Insbesondere deshalb, weil die Gewährung von Direktzahlungen zukünftig noch stärker
mit den durch die europäische Landwirt-chaft einzuhaltenden hohen
Produktionsstandards zu begründen sein wird. Eine Differenzierung der Höhe der
Direktzahlungen nach Betriebsgröße ist deshalb weniger denn je gerechtfertigt“,
so Nüssel.