Gemeinsam mit dem Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen e. V. führte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V.auf Basis der Landesgüte-Verordnung Milch NRW in den Sommermonaten 2009 ein Monitoring bezüglich einer möglichen Belastung der Rohmilch mit Bleirückständen durch. Vordergründiges Ziel war es, zu ermitteln, ob in Rohmilch Rückstände von Blei nachzuweisen sind. Darüber hinaus sollte bei erhöhten Werten gegebenenfalls eine geografische Zuordnung erfolgen, um einer Ursache gezielt entgegen wirken zu können. Die Beprobung und Untersuchung erfolgte flächendeckend in Nordrhein-Westfalen auf Tanksammelwagenebene. Von den insgesamt 737 untersuchten Proben lagen dabei 733 unter der Nachweisgrenze von < 0,004 mg Blei pro kg Rohmilch. Dies entspricht einem Anteil von 99,5 %. Lediglich vier Proben wiesen leicht erhöhte Werte auf, die in weiteren Untersuchungen aber nicht bestätigt werden konnten. Eine Überscheitung des nach der Verordnung (EG) 1881/2006 zulässigen Grenzwertes von 0,02 mg/kg wurde in keiner einzigen Probe festgestellt. Eine Verunreinigung der Rohmilch mit Blei kann somit ausgeschlossen werden. Auslöser für die Durchführung war eine Meldung, dass im Umkreis von Höchstspannungsstrommasten in Einzelfällen Bodenbelastungen mit dem Schwermetall Blei festgestellt worden sind.