Im vergangenen Jahr konnte der Nordmilch-Konzern Boden gut machen. So verringerte sich der Umsatz 2009 zwar auf 1,9
Mrd. Euro (2008: 2,5 Mrd Euro), gleichzeitig konnte jedoch ein Gewinn von 29
Mio. Euro erwirtschaftet werden. Damit steigt die Eigenkapitalbasis der Bremer auf
aktuell 31 %. Ingo Müller, Direktor Landwirtschaft der Nordmilch AG, sieht
darin eine Stärkung des in landwirtschaftlicher Hand befindlichen Unternehmens.
Zudem habe man einen „vergleichsweise stabilen Milchpreis“ auszahlen können. Dieser
liege erstmalig seit Jahren über dem Durchschnitt der 14 deutschen
Vergleichsmolkereien. Als durchweg positiv bewertet Nordmilch die Entwicklung
des Nord-Contors. „Das Nord-Contor ist die logische Antwort starker Partner auf
die Marktentwicklung“, so Müller. Ein liberalisierter Agrarmarkt mit wachsender
Nachfragemacht des Handels brauche im Sinne der Landwirte und der Verbraucher
eine starke und effiziente Milchwirtschaft. Nur so könne es Entspannung auf dem
Markt der Molkereiprodukte geben. Die Bündelung der Vertriebsaktivitäten der
Nordmilch und Humana Milchindustrie sei in dieser Hinsicht bereits jetzt
erfolgreich gewesen. Nord-Contor habe nach der negativen Mengen- und
Preisentwicklung im letzten Jahr die erste gemeinsame Verhandlungsrunde im
Oktober 2009 positiv abgeschlossen. Aus diesen Erfahrungen heraus sollten nun
weitere Schritte vorbereitet werden. „Beide Unternehmen prüfen weitere
Potentiale der Zusammenarbeit und werden den Mitgliedern zur
Vertreterversammlung im Sommer genaue Ergebnisse vorlegen“, kündigte Müller an.