Eine von GlobalData im Auftrag des Zulieferers IFF durchgeführte weltweite Verbraucherstudie hat die aktuellen Markt- und Sensoriktrends bei Milchprodukten beleuchtet, wobei zusätzliche funktionale und ökologische Vorteile sowie überprüfbare Angaben auf dem Etikett eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung spielen.
GlobalData befragte 21.000 Personen aus 42 Ländern in West- und Osteuropa, Nordamerika, Mittel- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, im Nahen Osten und in Afrika, um übergreifende Trends wie Gesundheit und Wellness, Erschwinglichkeit und Mehrwert sowie die wichtigsten Faktoren in Produktkategorien wie Getränke, Desserts, Eiscreme und pflanzliche Produkte zu ermitteln.
Eine wichtige Erkenntnis ist, dass die Lebensmittelinflation die Verbraucher nicht von Molkereiprodukten abhält. Die meisten Käufer weltweit geben an, dass sie lieber einen höheren Preis zahlen, als sich mit Produkten von durchschnittlicher Qualität zufrieden zu geben.
“Molkereiprodukte gehören zu den Kategorien, die am stärksten von der Inflation betroffen sind, wobei der Anstieg des Wertes den Anstieg des Volumens übertrifft, was bei Unterkategorien wie Milch, Butter und Streichfetten noch ausgeprägter ist”, so Richard Neish, Leiter der Abteilung Global Futures, Consumer Intelligence beim IFF. “Es ist festzustellen, dass die Mehrheit der globalen Verbraucher derzeit nicht bereit ist, angesichts der hohen Preise auf Qualität zu verzichten: 52 % ziehen es vor, mehr für Molkereiprodukte zu bezahlen, um sicherzustellen, dass die Qualität nicht beeinträchtigt wird, und 63 % wollen weiterhin oder häufiger teurere Markenartikel kaufen.”
Dennoch sei nicht zu übersehen, dass 35 % der befragten Verbraucher auf Eigenmarken umgestiegen sind, um ihre Ausgaben für Mopro zu senken, fügte er hinzu. “Infolgedessen ist der Absatz von Handelsmarkenprodukten erheblich gestiegen, insbesondere in Europa, da sie als erschwinglicher und von ähnlicher Qualität wie Markenmilchprodukte wahrgenommen werden”, erklärte er. “Dies kann dazu führen, dass die Verbraucher glauben, dass die Markenhersteller aus dem makroökonomischen Druck Profit schlagen, indem sie die Preise unverhältnismäßig stark anheben – auch bekannt als ‘Gierflation’.”
Abb.: AMA