Die europäischen Milchproduzenten sollen ihre Verhandlungsmacht in der Lebensmittelkette über eine Bündelung des Angebots mittels Genossenschaften und Produzentenorganisationen stärken. Dies betonten die Spitzenverantwortlichen der europäischen Landwirtschaft am Dienstag anlässlich einer Tagung der Expertengruppe „Milch". Bei dem Treffen betonte der Präsident des EU-Bauernverbandes Copa, Padraig Walshe, es bedürfe einer neuen, ambitionierten EU-Milchpolitik, wenn die Quotenregelung 2014/15 ausgelaufen ist. Die Milchviehhalter hätten nichts gegen eine marktorientiertere Politik einzuwenden, vorausgesetzt, dass der Markt angemessen funktioniere und die Landwirte einen fairen Wertanteil erzielen könnten. Dazu seien sie aber angesichts des aktuellen Ungleichgewichts in der Lebensmittelkette nicht in der Lage, so Walshe weiter. Daher müssten sie um eine Stärkung ihrer Verhandlungsmacht innerhalb der Lebensmittelkette bemüht sein. Ebenfalls müssten über vertragliche Beziehungen zwischen Produzenten und Verarbeitern dafür gesorgt werden, dass die Preisvolatilität auf den Milchmärkten eingedämmt werden könne.