Die Milchwirtschaft hat in den letzten Jahren viele Schritte unternommen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Um jedoch die Ziele für 2030 und darüber hinaus zu erreichen, muss die Reduzierung in den Betrieben beschleunigt werden. Dies erfordert die finanzielle Unterstützung aller Beteiligten der Kette, so die Rabobank.
Die Molkereiunternehmen befinden sich bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in einer schwierigen Lage, da sie die Interessen der Milchbauern, der Kunden und anderer Interessengruppen ausgleichen müssen. Dabei müssen sie auch die Nachhaltigkeitsziele anderer und gesunde Margen im Auge behalten. Inflationsdruck in der gesamten Kette, steigende Kosten und Zinssätze üben weiteren Druck auf die Verwirklichung der CO2-Ziele aus.
Bislang können die Milchviehhalter die CO2-Emissionen vor allem durch Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen schnell reduzieren. Dadurch sinken die CO2-Emissionen pro Kilo Milch. Auf dem Weg zum Jahr 2030 wird es jedoch immer schwieriger, Emissionen auf diese Weise zu reduzieren. Daher sind nach Ansicht der Bank mehr Instrumente zur Emissionssenkung erforderlich. Hier befinde sich einiges in der Entwicklung, z.B. Fütterungsmaßnahmen und Futtermittelzusätze, Dungmanagement und Dungvergärung sowie Kohlenstoffspeicherung im Boden. Auch in der Genetik ließen sich noch Verbesserungen erzielen.
Abb.: MS Bing