Die Molkereigenossenschaften und ihre Mitglieder bereiten sich gemeinsam auf die Zeit nach Auslaufen der Milchquote im Jahr 2015 vor und diskutierten Lösungsansätze auf einer DRV-Tagung für die genossenschaftliche Milchwirtschaft in Kassel. „Das bisher erfolgreiche Geschäftsmodell der Genossenschaften bietet auch weiterhin zahlreiche Möglichkeiten zur zukunftsorientierten Ausrichtung, deren Eckpfeiler die Abnahmegarantie und Lieferpflicht sind. Es bleibt somit bei einem Höchstmaß an gegenseitiger Verlässlichkeit. Die bisherige Milchquote der Mitglieder hat keinen Einfluss auf die künftige Lieferbeziehung zur Genossenschaft. Dies wurde von den ehren- und hauptamtlichen Vertretern der Molkereigenossenschaften in Kassel einhellig bekräftigt", so DRV-Präsident Manfred Nüssel. Die genossenschaftliche Lieferbeziehung ziele auch künftig darauf ab, der Marktverantwortung für die Mitglieder gerecht zu werden. Lösungsansätze mit einer Mengensteuerung oder -begrenzung für den Gesamtmarkt können von den Genossenschaften nicht dargestellt werden. Nüssel betonte, dass am erfolgreichen Geschäftsmodell auf Basis der Satzung auch künftig festgehalten wird. Die Vertreter der Molkereigenossenschaften diskutierten u. a. Ansätze, bei denen an die Stelle der bisherigen staatlichen Mengensteuerung über die Milchquote eine gemeinsame Mengenplanung zwischen Milcherzeugern und Molkerei tritt, ohne die Abnahmepflicht der Genossenschaft und die Andienungspflicht des Mitglieds einzuschränken