Analysten der Rabobank gehen davon aus, dass sich die Lebensmittelinflation im Jahr 2024 etwas abkühlen wird und die Preise für verschiedene Agrarrohstoffe etwas stabiler bleiben. Diese Erwartung gilt insbesondere für Rohstoffe, deren Produktion durch El Niño beeinträchtigt wird, wie Zucker, Kaffee und Kakao. Bei den Preisen für Futtergetreide und Ölsaaten gibt es bereits einen Abwärtstrend. Die Erzeuger von Backwaren, Milchprodukten, Fleisch und Eiern könnten davon profitieren.
Nach einem Jahr mit einem historischen Nachfragerückgang bei Mais und Sojabohnen wird es 2024 ein ausreichendes Angebot geben. Die weltweite Nachfrage nach Mais wird im Vergleich zum Vorjahr um 2 % steigen, die Lagerbestände um fast 4 %, so die Prognose. Die weltweite Ölsaatenproduktion wird 2023/2024 um 3 % steigen, während die Lagerbestände um 10 % zunehmen werden. Bei sinkenden Preisen wird die Nachfrage steigen, sowohl für den Verbrauch als auch, im Falle Chinas, für die Lagerung. Mit der Zeit werden die Milch-, Fleisch- und Eierproduzenten – und schließlich auch die Verbraucher – von den sinkenden Futtermittelpreisen profitieren.