Die irische Milcherzeugung ist im November um fast 20 % eingebrochen. Aber nicht nur die Produktion in Irland steht unter Druck, sondern auch in Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. In immer mehr europäischen Ländern ist die Milcherzeugung rückläufig. Einige Molkereien machen sich daher Sorgen, ob sie bald genug Milch für die Kapazitäten haben, in die sie gerade in den letzten Jahren stark investiert haben.
Dennis Drennan, der neu ernannte Vorsitzende der Irish Creamery Milk Suppliers Association, fasst die Probleme, mit denen die Milchwirtschaft zunehmend konfrontiert zu sein scheint, treffend zusammen. “Der Rückgang der Milcherzeugung wird sicherlich ein Problem für Molkereigenossenschaften sein, die stark in moderne Verarbeitungsanlagen investiert haben. Sie brauchen genügend Milch, um diese Anlagen zu betreiben. Sie müssen also mehr für die Milch bezahlen, aber das ist ein zweischneidiges Schwert für die Landwirte: Auf der einen Seite bekommen sie mehr Einkommen, auf der anderen Seite wird ihr Anteil an diesen Genossenschaften dadurch immer weniger wert.”
Drennan weiß, wovon er spricht, denn insbesondere in Irland scheint die Milcherzeugung zu kollabieren. Im November lag die Milcherzeugung in Irland um 19,8 % niedriger als vor einem Jahr. Im Oktober lieferten die irischen Milcherzeuger ebenfalls fast 13 % weniger als im Vorjahr. In den ersten 11 Monaten des Jahres 2023 war die Milcherzeugung mit Ausnahme des Februars in jedem Monat niedriger als im gleichen Monat des Jahres 2022.