Die niederländische Umweltgruppe MOB (Mobilisation for the Environment) fordert von den Groninger Behörden, die Schließung des FrieslandCampina-Werks in Bedum zu verhängen. Laut MOB leitet FrieslandCampina über eine Pipeline zu hohe Nährstoffkonzentrationen in das Wattenmeer ein. Die Genehmigungen für diese Einleitungen seien veraltet, die Standards entsprächen nicht den aktuellen europäischen Anforderungen.
FrieslandCampina teilte mit, dass das Werk Bedum eine eigene Wasseraufbereitungsanlage besitzt, deren Restwasser über eine entsprechende Leitung ins Wattenmeer geleitet wird. “Das Restwasser erfüllt alle geltenden Einleitungsnormen gemäß der geltenden Genehmigung”, so ein Sprecher. “Uns ist bewusst, dass die neuen EU-Anforderungen in einigen Punkten strenger sind als die bisherigen. Daher sind wir derzeit in Gesprächen mit der zuständigen Behörde über eine Überarbeitung unserer aktuellen Genehmigung, wobei wir davon ausgehen, dass wir die neuen Anforderungen erfüllen werden.”
Der Produktionsstandort von FrieslandCampina in Bedum besteht aus einem Ingredientswerk und einer Käserei, der zweitgrößten des Molkereiunternehmens. Jährlich können hier bis zu fast eine Milliarde Kilo Milch zu naturgereiftem Käse und Folienkäse verarbeitet werden. Die Molke geht in die werkseigene Verwertung.