Die japanische Regierung hat finanzielle Anreize für die Molkereiindustrie angekündigt, zudem soll die Nachfrage der Verbraucher nach lokal produziertem Käse steigen. “Das Ziel dieses Projekts ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Käses zu verbessern und die Ausweitung der heimischen Käseproduktion zu unterstützen”, teilte das Ministerium in einer offiziellen Erklärung mit. Die Nachfrage nach lokal produziertem Käse lag 2019 bei 403.000 Tonnen, 2024 sollen 490.000 bis 550.000 Tonnen japanischer Käse abgesetzt werden. Insgesamt verspricht sich das Ministerium eine bessere Effizienz bei der Verwertung von Rohmilch. Mit einem Gesamtbudget von etwa 2,2 Mrd. JPY (14,7 Mio. US$) sollen Milcherzeugergemeinschaften gefördert werden, die Milch an Käsereien verkaufen.
Studien zufolge essen durchschnittlich 6 % der japanischen Verbraucher täglich Käse. Der größte Teil des Käses wird importiert. 2021 führte Japan Käse im Wert von 1,43 Milliarden US-Dollar ein und war damit nach Angaben des Observatory of EconomicComplexity (OEC) der neuntgrößte Käseimporteur der Welt. Japans Hauptbezugsquellen für Käse sind Neuseeland (384 Mio. USD), Australien (243 Mio. USD) und die Vereinigten Staaten (206 Mio. USD).
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