2009 ist der Pro-Kopf-Konsum von Käse in der Schweiz um 240 g
auf die neue Höchstmarke von 21,41 kg gestiegen. Wie die Schweizer
Milchproduzenten (SMP) melden, stieg dabei auch der Verzehr von importiertem
Käse. Hier gab es einen Zuwachs von 5,9 Prozent oder 310 g. Sehr direkt und
markant habe der Schweizer Hartkäse unter dem ausländischen Importdruck
gelitten, heißt es. Allerdings sei vermutlich ein Grossteil dieser Importkäse
in die Industrie geflossen. Die Veränderungen verdeutlichen laut SMP insgesamt
die veränderte Wettbewerbssituation auf dem Schweizerischen Milchmarkt durch
die Grenzöffnung beim Käse gegenüber der EU wie auch die Auswirkungen des
verschärften Preis- und Margenkampfes im Schweizerischen Detailhandel und der
Lebensmittelindustrie. Die Schweizer Käsebranche regiert auf diese Konsumveränderung
mit einer Werbeoffensive, die Mitte Mai startet. Ziel ist es, den Schweizer
Konsumenten auf die Vorzüge von Schweizer Käse aufmerksam zu machen.