Die Einfuhren von Milcherzeugnissen nach China beliefen sich im Jahr 2023 auf insgesamt 2,6 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Betrachtet man die verschiedenen Milcherzeugnisse, so zeigt sich, dass sowohl die Importe von Milchpulver als auch von flüssiger Milch und Sahne im Vergleich zum Vorjahr sanken, während die Importe von Joghurt und Molkenerzeugnissen zunahmen. Der Rückgang bei den Pulverimporten ist auf eine erhebliche Verringerung des Volumens von VMP zurückzuführen, das im Vergleich zum Vorjahr um 38 % zurückging. Im Gegensatz dazu verzeichneten die MMP-Importe ein leichtes Wachstum, wobei die Mengen im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 3 % stiegen. Prognosen gehen von einer Verlangsamung des Bevölkerungswachstums in China aus, was wiederum den Anstieg des Verbrauchs von Milcherzeugnissen in den letzten zehn Jahren bremsen wird. In Verbindung mit einem Wachstum der inländischen Produktion, der durch politische Maßnahmen unterstützt wird, ist es wahrscheinlich, dass die Molkereieinfuhren Chinas zurückgehen werden, insbesondere bei Flüssigmilch und Pulver.
Andererseits ist die inländische Produktion von hochwertigen Produkten wie Butter und Käse durch die Verarbeitungskapazitäten begrenzt, was bedeutet, dass die Importnachfrage in diesem Bereich steigen könnte. Dies hängt von den wirtschaftlichen Bedingungen in China ab, wobei insbesondere die Nachfrage nach Butter zur Verwendung in Bäckereien und in der Gastronomie steigt, was normalerweise in Zeiten des Wirtschaftswachstums der Fall ist.
Der chinesische Käsekonsum ist in den letzten Jahren gestiegen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 16 % zwischen 2012 und 2022. Die Rabobank prognostiziert, dass Chinas Käseimportbedarf bis 2030 zwischen 270.000 und 320.000 Tonnen liegen wird.