Der Wettbewerb im Milchmarkt funktioniert, liest der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Stefan Genth, ausdem aktuellen Zwischenbericht des Bundeskartellamts zur Untersuchung des Milchmarktes ab. Der Handelsverband erklärte, Milchbauern und Molkereien hätten es versäumt, „regionale Erzeugergemeinschaften" zu gründen. Außerdem setzten viele genossenschaftliche Molkereien noch immer hauptsächlich auf den Verkauf von Frischmilch. Mehr Geld verdienen lasse sich aber mit veredelten Produkten. Nur 40 Prozent der erzeugten Milch gehen in den Einzelhandel, der Rest wirdexportiert oder industriell verarbeitet. Dies zeige, dass der Einzelhandel zwar ein großer Abnehmer von Milch sei, aber bei weitem nicht der einzige. Gesunkene Einstandspreise seien vom Handel stets an den Endkunden weitergegeben worden.