Bei ihrer Agrarministersitzung am Montag hat dieEU-Kommission den Supermarktketten unterstellt, dass sie von den Bauern niedrige Preise erzwingen und diesedann nicht an die Verbraucher weitergeben. Gegen die unerklärlich hohenGewinnmargen will Brüssel nun mit gesetzlichen Schritten vorgehen, berichtetdie WELT. Notwendig sei eine „gerechte Aufteilung der Wertschöpfung entlang dergesamten Lebensmittelkette“, sagte die spanische Landwirtschaftsministerin undamtierende Ratsvorsitzende Elena Espinosa. „Es ist wichtig, dass jeder fürseine Leistung belohnt wird.“ Denkbar sei beispielsweise eine Änderung derMarktordnung, um Ausnahmen vom Kartellverbot für den Zusammenschluss etwa vonMilchbauern in Erzeugergemeinschaften zu ermöglichen. Damit sollen sie einestärkere Verhandlungsmacht gegenüber dem Handel bekommen. Zudem soll durch einestärkere Zusammenarbeit der zuständigen nationalen Beobachtungsstellen eine bessereund schnellere Preistransparenz gewährleistet werden.