Die EU-Kommission will bei bestimmten Produkten genau auf die Entwicklung des Preises achten und bei Unregelmäßigkeiten eingreifen. Wie „Welt Online" meldet, stellt die Behörde deshalb heute ein „Instrument für die Überwachung der Lebensmittelpreise" vor. Anhand von in den EU-Staaten erhobenen Daten wolle Brüssel eine Übersicht über die Preisentwicklung bekommen. Gleichzeitig solle bei ausgewählten Produkten – beispielsweise Milch, Käse oder Schweinefleisch – die Kette vom Rohstoff bis zum Verbraucherpreis genau beobachtet werden. Die Kommission kritisiert in ihrem Papier, dass die Endverbraucher nicht im angemessenen Maß von den fallenden Preisen auf dem Rohstoffmarkt profitieren. Teilweise seien die Erzeugerpreise sogar gegen den Trend gestiegen, meldet „Welt Online" weiter. Die EU-Kommission kritisiere zudem, dass es in den Mitgliedstaaten teilweise drastische Preisunterschiede bei denselben Produkten gibt. Mit Blick auf die Transparenz der Lebensmittelkette wolle die EU-Kommission Vorschläge vorlegen, die unter anderem bestimmte Händler verpflichten, Positionsberichte vorzulegen. Den nationalen Regulierungsbehörden soll es auf dieser Grundlage erlaubt sein, „unangemessen starken Preisbewegungen" entgegenzuwirken.